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Warum Waschen allein nicht hilft
Harz ist klebrig und wasserabweisend. In der Waschmaschine löst es sich nicht, es verteilt sich eher und kann sich fester mit den Fasern verbinden. Deshalb kommt die Wäsche erst am Schluss.
Je frischer der Fleck, desto leichter geht er raus. Wenn du das Teil nicht sofort behandeln kannst, leg es ungewaschen beiseite.
Welches Harz ist es?
Handballharz (Haftmittel) landet beim Training auf Trikots, Hosen und Taschen. Dafür gibt es eigene Mittel, die ausdrücklich Trikots nennen.
Baumharz kommt vom Wald, vom Garten oder vom Weihnachtsbaum, oft auf Jacken und Jeans. Hier helfen Hausmittel und kleine Spezial-Fleckentferner.
Epoxid- oder Gießharz ist etwas anderes. Solange es flüssig ist, sofort abtupfen. Ist es ausgehärtet, lässt es sich mit den Mitteln aus diesem Artikel kaum noch lösen.
Was ist verschmutzt?
Polyester mit Aufdruck verträgt keine Hitze und nicht jedes Lösungsmittel. Nimm ein Mittel, das der Hersteller ausdrücklich für Trikots oder Sportkleidung nennt, und bügle nicht.
Robuste Stoffe vertragen mehr. Hier helfen auch Hausmittel wie Alkohol oder die Bügelmethode. Für Baumharz gibt es kleine Spezial-Fleckentferner.
Empfindliche Fasern behandelst du am besten gar nicht selbst mit Lösungsmitteln. Kratz das Harz nach dem Einfrieren vorsichtig ab und bring das Teil in die Reinigung.
Schritt für Schritt
- Nicht gleich waschenHarz löst sich nicht in Wasser. Wäschst du zuerst, kann es sich fester mit dem Gewebe verbinden. Leg das Teil beiseite, bis du den Fleck behandelt hast.
- Harz hart machen und abhebenSteck das Kleidungsstück in einer Tüte über Nacht ins Gefrierfach, oder leg Eiswürfel auf den Fleck. Das Harz wird spröde. Brich es ab oder kratz es mit einem stumpfen Messer vorsichtig herunter.
- Pflegeetikett lesen und testenSchau nach, welche Temperatur und welche Behandlung der Stoff verträgt. Teste das Mittel an einer verdeckten Stelle, zum Beispiel an der Innennaht.
- Rest anlösen und einwirken lassenTrag einen Harzentferner für Textilien nach Herstellerangabe auf oder tupfe hochprozentigen Alkohol mit einem Baumwolltuch auf. Tupfen, nicht reiben. Je nach Mittel 2 bis 60 Minuten wirken lassen, ohne dass es antrocknet.
- Waschen und prüfenWasch das Teil so, wie es das Etikett erlaubt. Schau es dir vor dem Trockner an. Ist noch Harz zu sehen, wiederhole Schritt 4.
Für Schritt 4 findest du passende Mittel im Vergleich der Harzentferner für Kleidung.
Hausmittel im Überblick
| Mittel | So hilft es | Grenzen |
|---|---|---|
| Kälte (Gefrierfach, Eiswürfel) | Macht Harz spröde, damit du es abbrechen kannst. | Meist bleibt ein Rest, der danach angelöst werden muss. |
| Hochprozentiger Alkohol | Löst Harz an. Mit einem Baumwolltuch auftupfen, dann waschen. | Kann empfindliche Stoffe angreifen und Farben ausbleichen. Vorher testen. |
| Butter, Margarine, Öl | Weicht Harz auf, wenn es einige Stunden einwirkt. | Hinterlässt einen Fettfleck. Laut ÖKO-TEST nur für Stoffe, die 60 °C vertragen. |
| Bügeleisen mit Löschpapier | Das Harz schmilzt und zieht ins Papier. Papier immer wieder verschieben. | Nicht für Trikots, Aufdrucke und Kunstfasern, die keine Hitze vertragen. |
| Spülmittel | Mit einer alten Zahnbürste einarbeiten, 30 Minuten wirken lassen, dann waschen. | Eher für frisches Harz, bei alten Flecken oft zu schwach. |
| Aceton, Nagellackentferner | Löst Harz kräftig. | HG nennt es nur für weiße Kleidung. Kann Farben und manche Kunstfasern angreifen. |
Zusammengefasst aus ÖKO-TEST, Utopia und HG, Quellen am Ende des Artikels.
Trikots und Funktionskleidung
- Nicht bügeln, vor allem nicht auf Aufdruck und Beflockung
- Auf links waschen, meist bei 30 °C, höchstens bei 40 °C, wenn das Etikett es erlaubt
- Kein Weichspüler auf Funktionsfasern
- Nur Mittel nehmen, die der Hersteller für Trikots oder Sportkleidung nennt
- Empfiehlt ein Hersteller höhere Temperaturen, gilt trotzdem das Pflegeetikett
Wenn das Harz vom Hallenboden kommt, lohnt sich auch ein Blick auf die Halle: Handballharz vom Hallenboden entfernen.
Häufige Fehler
Sofort in die Maschine
Wasser löst kein Harz. Behandle den Fleck zuerst, sonst wird er schwerer.
Reiben statt tupfen
Reiben verteilt das Harz im Gewebe. Tupf von außen nach innen.
Trikot bügeln
Hitze kann Aufdruck und Beflockung beschädigen. Die Bügelmethode ist nur etwas für robuste Stoffe.
Starkes Lösungsmittel ohne Test
Aceton und Waschbenzin können Farben ausbleichen und Fasern angreifen. Immer zuerst an einer verdeckten Stelle testen.
Zu früh in den Trockner
Prüf den Stoff vorher. Ist noch Harz da, behandle die Stelle erneut.



